Spielmannszug

Auf der Frühjahrsversammlung des Schützenverein Aschen im Jahre 1954 wurde nun endgültig beschlossen, einen Spielmannszug zu gründen. Bereits im Jahr zu vor wurde diese Idee auf einer Mitgliederversammlung bekannt geben. Doch nun war es dann soweit.
12 junge Männer vom Verein erklärten sich bereit, ihr teils noch wenig vorhandenes musikalisches Können und Geschick einzubringen.

Zu der Zeit hatte sich der Spielmannszug des benachbarten Schützenvereins Westbarthausen gerade aufgelöst und man konnte so die notwendigen Instrumente günstig erwerben. Was noch fehlte wurde schließlich aus Wanne - Eickel besorgt.
Der Tambourmajor Heinz Schneppenberg vom Spielmannszug des Schützenvereins Hilter a.T.W. erklärte sich bereit, den mutigen 12 das Trommel- und Flötenspiel fachmännisch beizubringen. Nach vielem Üben und Eifer wurde dann der neue Spielmannszug auf dem jährlichen Schützenfest im Sommer 1954 in Aschen der Öffentlichkeit erstmalig vorgestellt. Unter der Leitung des Tambourmajor Fritz Holtkötter nahm der Spielmannszug mit 3 Märschen am traditionellen Umzug teil. Nach dieser erfolgreich bestandenen Feuerprobe und weiterem fleißigem Üben übernahm dann im Januar 1955 Artur Bollin den Tambourstab und der Übungsleiter Heinz Schneppenberg konnte dank seiner sehr guten Arbeit seine Tätigkeit einstellen. Man war nun soweit, um Märsche und andere Volkslieder selbst einzustudieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren. 2 Spielleute aus den eigene Reihen, nämlich Günther Riemer (Flöten) und Walter Ahring (Schlagwerk), teilten sich nun die Übungsarbeit und der Spielmannszug wuchs teilweise bis auf 40 Spielleute an.

Im Frühjahr 1982 trat Artur Bollin aus gesundheitlichen Gründen zurück und Walter Ahring wurde schließlich auf dem Schützenball im selben Jahr der Tambourstab und somit die Leitung des Spielmannzuges übergeben. In den nächsten Jahren wurde eine Modernisierung und Neustrukturierung vorgenommen. Man setzte sich höhere Ziele und das Spielen nach Noten und das allgemeine, professionellere Auftreten sollte eingeführt, bzw. verbessert werden.
Man schickte einige Trommler und Flötisten auf Lehrgänge, um das erworbene Wissen intern weiterzugeben. Trotzdem dauerte es noch 2 Jahre, bis der Spielmannszug nach Noten mehrstimmig und sicher spielen konnte. Und mit den erreichten Zielen und der erhöhten musikalischen Finesse stieg auch der Spaßfaktor. Man begann schon sehr früh Musikfeste befreundeter Vereine zu besuchen und auch eigene auszurichten. Doch 1999 war der absolute Höhepunkt. Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 45-jährigen Bestehen des Spielmannszuges veranstaltete man auf dem Schützenplatz in Aschen ein großes Musikfest mit Festzelt und Schaustellern. Die Podiumsspiele 22 befreundeter und international bekannter Musikgruppen und Vereine, einen abendlichen Jugendtanz und anderen sehenswerten Darbietungen konnten sich zahlreiche Zuschauer und Besucher nicht entgehen lassen. Das Fest war ein voller Erfolg.

Auch der Spielmannszug Aschen hatte in den vergangenen 50 Jahren einige Krisen zu meistern.

Doch aufgrund der erfolgreichen Nachwuchsarbeit stellt der Spielmannszug Aschen auch heute noch ca. 20 aktive Mitglieder.

In diesem Sinne allen Lesern und Besuchern ein "Gut Spiel".

Die Vereinsführung besteht z. Zt. aus:

1. Vorsitzende Miriam Pieper
1. Schriftführerin Simone Birkhahn
1. Kassierer Helmut Leimkühler